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zahnarztpraxis
dr. med. dent. heinrich middelmann
maxfeldhof 6
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tel  089 310 7979

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Implantate / Zahnimplantat


implantate in münchenBei Implantate handelt es sich um "künstliche Zahnwurzeln", welche in den Knochen des Ober- oder Unterkiefers eingebracht werden. Auf oder an diesen kann herausnehmbarer oder festsitzender Zahnersatz verankert werden.

In neuerer Zeit werden Implantate praktisch nur noch aus Titan hergestellt. Dieser, auch in der Allgemeinmedizin sehr erprobte und vielfältig eingesetzte Werkstoff, geht mit dem Kieferknochen eine feste Verbindung ein (Osseointegration) und gilt biologisch als besonders verträglich.

beispiel vom implantatIn der Vorgehensweise und der Operationstechnik werden unterschieden:

. einphasige Implantate

. zweiphasige Implantate

. Sofort-Implantate

implantate - ablauf einer zahnimplantationNachgewiesen ist, dass in Hinsicht auf eine frühere Belastungsmöglichkeit eine raue Implantate-Oberfläche ideal ist, da sich hier der neue Knochen am besten anlagern kann. Dabei zeigt sich, dass die Qualität einer Implantatoberfläche nicht durch dessen mechanische Rauhigkeit, sondern durch die Mikromorphologie bestimmt wird.

Der Anteil, des Implantates, welcher sich im Knochen befindet, sollte mindestens ca. 10 mm lang sein. Liegt das Knochenangebot jedoch darunter, so ist durch einen Knochenaufbau, z.B. einen Sinuslift (siehe unten) mehr Knochenmaterial zu gewinnen.

Zahlreiche Studien belegen, dass Implantate bei korrekter Pflege viele Jahre halten. Die meisten, etwa 94 Prozent, sind nach zehn Jahren noch in perfektem Zustand. Nach 15 Jahren sind noch 90 Prozent intakt. Ähnlich hoch sind auch die Erfolgsraten für Einzelzahn-Implantate, wenn diese gedeckt und ohne Belastung einheilen. Durch Studien gesichert ist auch, dass Implantate ebenfalls gute "Überlebensraten" haben, wenn ein zu dünner Oberkieferknochen zunächst mit Knochenersatzmaterialien zur Kieferhöhle hin verstärkt wurde (Sinuslift).

Unabdingbar für eine lange Überlebensrate der implantate sind die optimierte Verzahnung der Aufbauten (Suprakostruktionen) mit den Gegenzähnen.

Kosten: Implantate werden - bis auf wenige Ausnahmen - nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt oder bezuschusst (Stand 2005). Reparaturen/Erneuerungen der Aufbauten können mit einen Festzuschuss bedacht werden.

 

Die Implantate-Indikationen sind an strenge Voraussetzungen geknüpft:

Perfekte Mundhygiene, besonders am Übergang zwischen Implantate und Zahnfleisch muss eine optimale Plaquefreiheit vorhanden sein;

Befriedigende anatomische Voraussetzungen: wo kaum noch Kieferknochen vorhanden ist - z.B. durch eine stark fortgeschrittene "Parodontose" -, kann auch nur mit entsprechenden Knochenaufbaumaßnahmen mit Implantaten versorgt werden.

Keine schweren Grunderkrankungen, wie z.B. Bluterkrankungen (Leukämie), nicht eingestellte Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), ständige Zufuhr von Blutverdünnern (Marcumar-Therapie als Infarkt-Prophylaxe), chronische Störungen des Immunsystems, rheumatische Erkrankungen, schwere Leber- und Nierenleiden, schlechter allgemeiner Körperzustand, Alkohol-, Nikotin- und Drogenabhängigkeit. Auch bei regelmäßiger Einnahme von Cortison, Immunsupressiva und Zytostatika können Implantate oft nicht gesetzt werden.

Implantate bei Jugendlichen können wegen des stark im Wachstum befindlichen Kiefers bei Mädchen erst frühestens etwa ab 16 und bei Jungen ab 18 Jahren eingegliedert werden; der darauf ruhende Zahnersatz sollte - außer bei Einzelzahnimplantate - nachträglich dem wachsenden Kiefer angepasst werden können.

Regelmäßige Kontrollen in einer zahnärztlichen Praxis (mindestens 2mal im Jahr), um rechtzeitig negative Veränderungen zu erkennen und zu beheben (z.B. Unterfüttern des Zahnersatzes, Korrektur des Bisses, Behandlung von Implantate-Zahnfleisch-Taschen)

Die Implantate-Reinigung

Der biologische Schwachpunkt der Implantate sind die Übergangsstellen von der Mundhöhle in den Kieferknochen am Implantathals. Diesen beim natürlichen Zahn bakteriendichten Verschluss kann es bei einer künstlichen Zahnwurzel nicht geben. Umso mehr muss gerade dieses Gebiet besonders gut gereinigt und gepflegt werden, soll es nicht durch eindringende Bakterien zu einer Periimplantitis mit einem möglichen Abstoßen der Implantate kommen.

Ziel ist eine schonende und gründliche Entfernung von Plaque und Zahnstein an allen Zahn- und Implantate-Oberflächen einschließlich der Suprakonstruktionen. Deshalb wird die Politur mit einem weichen Gumminapf und feiner Polierpaste durchgeführt. Ferner empfiehlt sich für den Patienten der Einsatz von Zahnseide und Zwischenraumbürstchen.

das einwachsen der zahnimplantateDie erfolgreiche Einwachsrate für Implantate im Oberkierfer wird mit 90-97% und im Unterkiefer mit 92-98% beziffert.